Kirchliche Liebedienerei
Mit Papst entdeckt Gemeinsamkeiten mit dem Islam und Eine Kirche erklärt Christen den Moscheebau gab es heute zwei Artikel auf PI, die Fälle kirchlicher Liebedienerei gegenüber den Feinden der Kirche aufdeckten.
Auch wenn man sich immer noch darüber wundert, sollte man nicht denken, daß das etwas neues wäre. Unter “Die Bewegung der Renovationisten in der Orthodoxen Kirche” kann man etwa von Lenins Kirchenpolitik lesen:
Lenin und seine Regierung machten nie ein Geheimnis aus ihrer ideologischen Ablehnung des Glaubens an Gott. Aber, etwa zur gleichen Zeit (besonders nach 1921), als es zur Wirklichkeit wurde, daß die Weltrevolution nicht vor der Tür steht und daß irgendeine Form der Koexistenz zur nicht-kommunistischen Welt geschaffen werden muß, versuchte Lenin das Ausland davon zu überzeugen, daß Sowjetrussand (und nach 1922 die Sowjetunion) wirklich ein Staat religiöser Toleranz wäre. Und tatsächlich gewährte die Verfassung von 1918 wie auch Lenin’s Dekret vom 23. Januar 1918 über die “Trennung von Kirche und Staat und von Schule und Kirche” gleiche Rechte für religiöse und anti-religiöse Propaganda.
das beschreibt bisher aber nur das historische Umfeld. Welche Blüten diese Kirchenpolitik hervorbrachte, steht im Bericht zu Patriarch Tichon aus “Das russische Golgatha: Das Leben der Heiligen Märtyrer und Bekenner von Russland (Vol. 1)”:
Unter den Kritikern des Patriarchen [Tikhon] in Fragen des Kirchenvermögens war eine Gruppe vorrevolutionärer “renovationistischer” Kleriker, die die sognannte “Lebende Kirche” gründeten. Im selben Monat Mai nutzten sie die Reise des Patriarchen zum Donskoy-Kloster, um in der zentralen Kirchenadministration die Macht zu ergreifen.
Bald griffen die Renovationisten eine ganze Reihe von Fundamental-Dogmen der Kirche an und führten einige modernistische Erfindungen, wie den neuen Kalender oder verheiratete Bischöfe ein. Sie entwickelten eine rigorose pro-sowjetische und anti-patriarchale Politik. Die GPU unterstützte sie, während sie diejenigen einsperrte, die loyal zum Patriarchen waren. Bald waren die meisten Kirchen in Moskau und etwa ein drittel im Rest des Landes in ihren Händen. Die Masse des Volkes behielt ihren Glauben im Sinne des Patriarchen, der im April 1923 in das Taganka-Gefängnis eingesperrt wurde, um auf seinen Prozess zu warten.
Auf ihrem zweiten Konzil, das sich noch im gleichen Monat April in Moskau traf, besangen sie die Revolution dann in Lobliedern und bezeichneten sie als “Christenschöpfung”, die Sowjetregierung sahen sie als erste Regierung in der Welt, die danach strebt, “das Ideal des Königtum Gottes” umzusetzen und über Lenin: “Zu allererst müssen wir uns mit tiefen Worten der Dankbarkeit der Regierung unseres Staates zuwenden, die, anders als es ausländische Zeitungen berichten, die Kirche eben nicht verfolgt … Worte der Dankbarkeit und des Willkommens haben wir an den einzigen Staat in der Welt zu richten, der - obwohl er nicht glaubt - das Werk der Liebe vollbringt, das wir Gläubige nicht vollbringen und ebenso an den Führer von Sowjetrussland V. I. Lenin, der auch Kirchenleuten lieb und teuer sein sollte.
und so unfaßbar es auch klingen mag: Die geistigen Nachfolger dieser Clicque sitzen heute mit den Vertretern der protestantischen Kirchen und denen des Vatikans im Weltkirchenrat zusammen und geben vor, Weltkirche zu sein!
Lenin und seine Regierung machten nie ein Geheimnis aus ihrer ideologischen Ablehnung des Glaubens an Gott. Aber, etwa zur gleichen Zeit (besonders nach 1921), als es zur Wirklichkeit wurde, daß die Weltrevolution nicht vor der Tür steht und daß irgendeine Form der Koexistenz zur nicht-kommunistischen Welt geschaffen werden muß, versuchte Lenin das Ausland davon zu überzeugen, daß Sowjetrussand (und nach 1922 die Sowjetunion) wirklich ein Staat religiöser Toleranz wäre. Und tatsächlich gewährte die Verfassung von 1918 wie auch Lenin’s Dekret vom 23. Januar 1918 über die “Trennung von Kirche und Staat und von Schule und Kirche” gleiche Rechte für religiöse und anti-religiöse Propaganda.
Korrektur: von Seiten des Vatikans ist keiner im Weltkirchenrat.
Na ja, wenn man´s richtig bedenkt,
der Heilige Sankt Benedikt, er ist nur kurz mal eingenickt ! !
Die Anspielung auf den Heiligen Sankt Benedikt ist mir nicht klar
@ 3 Haiduk
Leider entdecke ich Ihren Post @3 erst heute zu später Stunde.Bitte sehen Sie mir die so späte Replik nach. Nur
muliert, mindesten ebenso stark wie Putin - Dominanz und
bewaffnete Streitkräfte, die Armee, zusammen. Ja, so ist dganz kurz will ich mich äußern:
1) Ja, der Heilige St.Benedikt, das war ja nur eine sehr vereinfachende Notiz zu einem kopmplexen Thema. Apropos Humor:
dies ist ja ein ganz besonderer Saft, davon habe ich überreichlich, was manchmal schädlich, manchmal richtig ist.
2)So wie sich uns heute die orthodoxe Kirche Rußlands darbietet, kann man, so glaube ich, von ihr nicht als “gei-
stigem Nachfolger einer Clique” sprechen. Das ist ja schon
biologisch, aber auch nicht geistig und intellektuell mög-
lich. Diese Kirche leistet im heutigen Rußland einen unver-
zichtbaren Beitrag im Transformationsprozess einer tief getroffenen, hörigen Gesellschaft hin zu einer freien, offenen Gesellschaft - die ist ein noch für Jahrzehnte an-
dauernder Prozess. Diese Kirche ist ein Machtfaktor im Spiel
der widerstrebenden Kräfte, sie ist, nun einmal flott for-as tatsächlich.
3)”Von Seiten des Vatikan” ist im Weltkirchenrat eine kräftige Präsenz vorhanden. Rom ist zwar nicht Vollmitglied
des Rates, jedoch Vollmitglied zweier seiner Kommissionen.
All dies ist nachzulesen. Bei derart voluminösen Organisationen sind auch immer wieder, und dies ist wohl
das Menschliche dabei, gewisse Ränken im Spiel. Auch der
jetztige Privatsekretär des Benedikt-Papstes könnte Ihnen ein Lied davon singen. Aber dies sind eher Begebenheiten, die sich abseits der Öffentlichkeit vollziehen.
4)Im Weltkirchenrat haben sich ausschließlich Glaubengemeinschaften in der Nachfolge Christi zusammengefunden, die sich zu drei gemeinsamen Theoremen be-
kennen : Dreieinigkeit, Sakrament, Taufe. Dazu gehört die Katholische Kirche, wiewohl sie nicht Vollmitglied ist.
Ich wünsche Ihnen, Herr “Haiduk”, im Beruf und im Persönlichen alles Gute und Erfolge. Ich erflehe für Sie
Gottes reichen Segen.
Wenn Sie mal nach Rom und in den Vatikan kommen, schauen Sie
sich um, betrachten Sie all das Schöne und Schlaue, Sie werden sicherlich Bekanntes entdecken und sich schnell hei-
misch fühlen !
Herzlicher Gruß
Poster HUNDEPOPEL, bürgerlich Pepe Engelmann.
Im Nachgang sehe ich gerade, daß der Text auf seinem elek-
tronischen Weg an zwei, drei Stellen beschädigt wurde.
Beim Versand war er in einwandfreiem Zustaand, das darf ich
Ihnen versichern !