Von der russischen Katakombenkirche lernen heißt Siegen lernen
Das Gedankenkonzept eines Gegners kann man bekämpfen, indem man auf der Ebene von “Sachargumenten” streitet: Da wird dann die eine Statistik gegen die andere vorgebracht, jedoch weiter als bis zu der Redewendung “Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast” ist man damit kaum je gekommen.
Oder man bemüht sich, argumentativ nachzuweisen, warum diese oder jene eigentlich verbotene “kulturelle Eigenheit” einer nicht näher genannten Gruppe etwas mit deren Religion zu tun haben muß. Oft wird das ja nicht zugegeben, aber auch wenn es zugegeben wird, kommt man damit nicht weit: Regelmäßig wird dem entgegengesetzt, daß es auch soziale Gründe geben könne, wodurch man die immerhin zugegebene Eigenheit erklären könne.
So landet man also schließlich beim Patt und zankt dann nur noch darum, ob man das Thema überhaupt diskutieren dürfe, weil Wahrnehmung und Erwähnung dieser Gruppe ja allein schon eine “Diskriminierung” sein kann. Und richtig: Im Wortsinn ist es eine Diskriminierung, weil man eben unterscheidet. So kommt man bestenfalls zum Philosophieren, aber gewinnen kann man damit nichts.
Schon immer wurden daher solche Auseinandersetzung immer auch als Kampf um Begrifflichkeiten geführt. Wie oft haben wir selbst - bald schon mit Ekel - den neuen Wortgötzen “Dialog” in den Mund genommen, um zu erklären, weshalb es naiv ist, sich davon Substantielles zu erwarten? Doch es gibt ganze Institute, die uns im Verein (man kann es erahnen, wenn man mal nach “kulturelle kompetenz dialog” googelt) mit bestimmten Zweigen der Geisteswissenschaft beweisen, wie schlagkräftig Scholastik und Sophistik auch heute noch sind, wenn man sie verschmelzt. Die Legierung aus beidem läßt sich dem Steuerzahler allemal noch als “Kommunikationswissenschaft” verkaufen. Die Vorkämpfer in Sachen Dhimmisierung verwenden dieses Material dann in Form eines Doppelklingenschwerts, mit dem sie mit der Vorhand die Schuldfrage zulasten des Opfers beantworten, während sie mit der Nachhand dem Rechtswesen (”Mediation“) das Wasser abgraben, das an sich ja für die Bestrafung der Täter zuständig sein sollte. Genau auf diese Weise wird man uns eines Tages zu Sklaven machen, wenn wir uns nicht wappnen. Wir müssen also lernen, uns mit entsprechenden Widerworten dagegen zu erwehren.

Ein in dieser Hinsicht überaus lehrreicher Streit findet seit Jahren und Jahrzehnten zwischen den verschiedenen Teilen der russisch-orthodoxen Kirche statt. Bei uns kaum beachtet wude dort 2007 die unter Mithilfe Putins zustande gekommene Wiedervereinigung der Russisch-Orthodoxen Kirche (Inland) und der Russichen Orthodoxen im Ausland (ROCA) gefeiert. Mehr oder weniger, denn der Streit geht weiter, weil es in der Sowjetzeit auch noch die als Katakombenkirche bekannte Kirche im Untergrund gab und im Gegensatz zur sowjetischen “Staatskirche”, die sich spätestens seit 1927 dauerhaft in Stalins Staatsgefängis karglich eingerichtet hatte, wurden die Katakombniks noch bis 1990 verfolgt.
Zum Problem für die heute nach außen hin vereint erscheinende Kirche wird das, weil die sowjetische Vorgängerkirche sich teils sogar am Verrat von Christen schuldig machte, wenn sie taten, was sie nur konnten, um mit der 1918 von Patriarch Tichon mit Anathema (Kirchenbann) belegten Sowjetregierung nicht kooperieren zu müssen. Welche Folgen so ein Verrat hatte, kann man sich ausmalen: sie wurden zu Märtyrern der Kirche. Nur handelt es sich bei dieser Kirche nicht um irgendeine Kirche, sondern um die Orthodoxe Kirche, die sich als Eine Heilige Apostolische Kirche Jesu Christi begreift und das seit jeher.
Schon lange, lange vor der Vereinigung von 2007 wurden aber im Zuge dieses Kirchenstreits Begriffe wie der des Sergianismus verwendet, um auszudrücken, daß die sowjetische Staatskirche nicht die richtige Kirche sein kann, weil sie Tichons Anathema ja mißachtete. Und weil es eben wahr war, daß diese “Kirche” ihre Schäfchen auf die Schlachtbank führte, etalierte sich dieser auf den ehemaligen Patriarchen verweisende Begriff. Schließlich war es ja Sergi gewesen war, der 1927 zur offenen Kooperation mit den Kommunisten aufgerufen hatte und daher selbst unter Tichons Kirchenbann von 1918 fiel.
Von Bedeutung für uns ist das, weil Sergis unrechtmäßige “Kirche” im Dezember 1961 in den auf protestantische Initiative hin zustande gekommenen Weltkirchenrat eintrat und dabei ein weiteres mal gegen orthodoxe Grundprinzipien verstieß, weil in der Weltkirchenrats-Satzung steht, daß es nicht nur eine, sondern eben mehrere Kirchen gibt. Die Russische Orthodoxe Kirche im Ausland machte dabei natürlich nicht mit, sondern fand - Gott sei dank! - klare Worte, um zu erklären, daß das nicht Ökumene sondern Ökumenismus war. Also erklärte Metropolit Vitaly den Ökumenismus zur
“Häresie der Häresien, weil in der Kirchengeschichte bislang jede Häresie versucht hat, den Platz der wahren Kirche einzunehmen versucht hat, aber die ökumenische Bewegung versucht all diese Häresien auch noch zur einen ‘wahren’ Kirche zu vereinen.”
Über den Umweg des sowjetischen Staatskirchentums hat sich also eine “Kirche”, die (weil sie auf ihre eigenen Dogmen pfeift) gar keine Kirche sein kann, in den Weltkirchenrat eingeschlichen und uns macht man vor, daß die Ökumene nicht nur wunderbar vorangeht, sondern sicher auch irgendwie mal etwas Gutes bringen wird - wobei natürlich niemand sagen kann, was dieses Gute genau sein wird …
Nun wissen wir ja, daß Dialog ganz, ganz wichtig ist und daß der Begriff der Ökumene mittlerweile auch auf den Dialog mit nichtchristlichen Religionen angewandt wird. Ist es also falsch, dieser geschickten Methode des Lügens einen eigenen Namen zu geben? Wäre es falsch, den Dialog als “Auswurf des Ökumenismus” zu bezeichnen oder klingt das zu radikal? Ich meine nicht, weil man auf den Seiten des Vatikan ja auch vom “Ökumenismus” lesen kann.




Nachdem sich nun schon am 28. März 2008 gezeigt hat, daß die Menschenrechte einigen Länderdelegationen im UN Menschenrechtsrat wirklich am Hosenboden vorbeigehen,
Diese Gegendarstellung ist von Herrn Costea als Entgegnung auf die Aussage von Nabil Rajab, Vizepräsidenten des Zentrums für Menschenrechte in Bahrain gedacht, der gegen Ende des Artikels sagte: “Wir waren schockiert, als der Ratspräsident Herr Costea uns sagte, daß wir eine Genehmigung unserer Regierung bräuchten”. In jedem Fall schafften es die Verteidiger der Menschenrechte aus Bahrain nicht, die Mitglieder der Troika zu treffen, bevor die Untersuchung begann. War es also die Regierung von Bahrain oder die Troika-Delegierten, die Einspruch dagegen erhoben?
Der Hoffnungsträger der demokratischen Partei in den USA
Auffallend ist in dem Zusammenhang, daß auch der bundesrepublikanische Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier sich gegen Gespräche mit Hamas geäußert hat. Nichts gesagt hat er allerdings, wie er zu einem Kulturaustausch mit den Genossen von der Hamas stehen würde. Die Möglichkeit, uns eines Tages mal zusammen mit Herrn Khaled Mashaa 

